3.09.2009

Anreise, 1. und 2. Tag: Viele neue Eindruecke und sprachliche Barrieren

Endlich komme ich dazu meinen ersten Eintrag zu schreiben. Ich werde versuchen mich moeglichst kurz zu halten, aber trotzdem das Wichtigste in den Artikel “hinein zu pressen”. “lg an meine liebe Bernadette”

Zuerst nochmal dankschoen meine liebe Raffi und natuerlich auch Robert, dass ihr extra nach der Arbeit trotz des Staus zum Flughafen gekommen seid. Ich habe mich irrsinnig gefreut. Natuerlich gilt der Dank auch meiner Mama, Hannes und Martin.

Die Anreise allgemein gesehen war total anstrengend. Auf dem Flug nach Madrid machte ich schon meine erste Bekanntschaft. Ich lernte einen recht sympathischen Wiener kennen, dessen Freund in wenigen Monaten Vater wird, und der zum Abendessen nach Madrid flog. Cool, oder+

In Madrid brauchte ich dann einige Zeit bis ich den richtigen Gate gefunden hatte. Man musste mit einer Art U Bahn zu den Gates fahren. Der Flughafen dort ist riesig. Ich “latschte” ziemlich lange in der Gegend herum. Gott sei Dank gibt es dort auf jeder Ecke Infoschalter, was auch sehr essentiell ist, da die Gates auf den Tickets nicht gescheit angefuehrt sind. Bei mir stand bzw. RSU. Das Problem war jedoch, dass es Gate R, Gate S und Gate U gab. Natuerlich hatte ich keine Ahnung, welcher Gate der Richtige war und Nummer stand ja auch keine auf dem Ticket. Thanks God for the information pointsª

Kurz gefasst: Nachdem ich eine der unangenehmsten Naechte in meinem Leben in einem echt riesigen Ueberseeflieger verbrachte hatte, der genauso aussah wie in typischen amerikanischen Filmen, landeten wir in Guyaquil. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt und um viertel 7 flogen wir schliesslich weiter nach Quito. Dieser Flug war wirklich der Beeindruckenste in meinem ganzen Leben. Nachdem wir uns unseren Weg durch die flauschige lkendecke gebahnt hatten, sah ich auf einmal, dass unbeschreiblich riesige Berggipfel durch die Wolken schauten. Das war Wahnsinnª Wir flogen die ganze Zeit nur ueber diese Berge und ich konnte es gar nicht fassen, dass dies nun wirklich die Anden waren. Ganz ehrlich, es ist ein seltsames und gleichzeitig berauschendes Gefuehl, wenn man ploetzlich begreift, dass man auf einem anderen Kontinet ist..l

In Quito schloss ich schliesslich heilfroh meine Koffer in die Arme, die, ich konnte es kaum fassen, wirklich angekommen waren und begab mich zur Sicherheitskontrollen. Die Kontrollen in Ecuador sind nicht besonders langwierig, also kein Vergleich mit Russland. Aja, das habe ich vorhin vergessen: Auf dem Flug lernte ich 5 junge Leute kennen, die ebenfalls ein Volontariat machen. Eine davon, auch 19 Jahre alt, geht fuer 12 Monate in den Dschungel. Wahnsinnª

So stand ich also mit meinem Gepaeckwagen am Flughafen und wartete. 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten. Keine Monika Montes hier. Langsam begann ich etwas nervoes zu werden und ueberlegte mir, wie ich mir am besten ein Taxi besorgen koennte. Nur zur Information: Hier in Quito sprechen nicht sehr viele Menschen Englisch. Ploetzlich stand jedoch Paul mit einem Zettel in der Hand, auf dem in Blockbuchstaben Veronika Hoefenstock stand, vor mir. Schliesslich, so schnell konnte ich gar nicht schauen, kam Monika angerannt, nahm mich in den Arm, kuesste mich und entschuldigte sich 1000 x fuer die Verspaetung. Sie hatte naemlich am Flughafen angerufen, und die teilten ihr mit, dass mein Flug Verspaetung habe, was jedoch gar nicht stimmte, da ich schon um 07:00 Uhr morgens angekommen bin. Soweit, so gut… Schliesslich fuhren wir mit dem Taxi zu Monikas Haus ¿Ihr eigenes Auto war naemlich im Waschsalon? und kaum war ich ausgestiegen, nahm mich Ellie, die Volontaerin aus England, in den Arm. Es war alles irgendwie so herzlich.

Kurz gesagt: Das Haus ist wirklich schoen. Natuerlich wird einem hier bewusst, was fuer verdammt reiche, und mit reich meine ich auch reich, Menschen wir im priviligierten Oesterreich sind. Einen kleinen Gemuesegarten hat Monika auch, wo sie selbst Tomaten und anderes Zeugs anbaut. Die Kinder sind gorgious. Wahnsinn. Tabatha, die Kleine, und Paul sind total hilfsbereit und lieb. Gestern hatte ich auch schon das Vergnuegen mit Paul Tennis zu spielen. Der Hinterhof des Hauses ist genau so, wie man sich das in Suedamerika so verstellt. Ich finde das extrem idyllisch…

Das Essen ist wirklich gut. Natuerlich muss man sich erst mal an gebratene Bananen mit Schweinsgeschnetzeltem und Reis gewoehnen, aber ich schaetze es so, dass die Koechin jeden Tag frisch kocht und auch vor allem viel Obst und Gemuese serviert. Hier in Ecuador gibt es zu jeder Mahlzeit einen frisch gepressten Obst bzw Gemuesesaft. Gestern, beim Mittagessen, kostete ich einen Saft, von dem ich meinte, es sei irgendeine spezielle Frucht. Der war wahnsinnig gut. Als ich Monika fragte, was in dem Saft sein, meinte sie, er sei aus frischen Tomaten gepresst. Ich konnte das nicht glauben, denn jeder, der mich kennt, weiss, dass ich Tomaten hasse. Aber dieser Saft schmeckte nicht nach grauslichen schlitzigen Tomaten. Er hatte auch eine ganz gelbe Farbe. Kurz und gut: Haette ich nicht gefragt, waere ich im Traum niemals auf die Idee gekommen, dass das ein Tomatensaft sei.

Heute ¿3. September? war ich dann um halb 7 in der Frueh mit Monika walken, anschliessend ging ich duschen und Haare waschen, verdrueckte schnell 2 Toasts mit einer total guten Fruchtmarmelade und huschte ueber die Strasse zur Spanischschule. 4 Stunden Einzelunterricht hatte ich. Fuer eine Stunde zahle ich 7.50 Dollar. Dabei kann ich kostenlos Internet nutzen und an den Aktivitaeten teilnehmen, die die Schule veranstaltet. (Salsa tanzen etc.

Eines noch: In Ecuador ist es ueblich, dass alle Familien, also diejenigen, die nicht in Slums leben, ein oder zwei Haushaltshilfen haben. Es ist richtig ungewohnt, wenn dauernd jemand hinter dir herputzt. Monika sagte mir, dass die Maedchen, die die Hausarbeit erledigen, dies auch gerne tun wuerden, da viele von ihnen sonst auf der Strasse in Prostitution enden wuerden. Man kann sich das in Europa gar nicht vorstellen.

So, jetzt werde ich mal nach Hause schauen und etwas essen. Fotos werden auch bald mal kommen.

Bis baldª

Kommentare

Hallihallo! :-)

Na du hast ja schon einiges erlebt – vor allem beim Flug! Gott sei Dank hat alles geklappt!

Wow du und Tomatensaft!? Kaum zu glauben! :-)
Aber klingt echt lecker das ganze Essen!

Bin schon gespannt auf die Fotos! Musst ganz viele machen!

Bis bald, hdl

Karin

Hey Veronika!

Erster!!

Freut mich, dass es dir dort drüben so gut gefällt! :)
Dein erster Blogeintrag ist sehr interessant zu lesen und man kann richtig den südamerikanischen Flair spüren, der durch deine Wörter fließt!

Bis bald und alles Gute,
Domi!

hola merlin.

Que tal. Soy de Milton. Y tu? :)
…altes haus hey, das hört sich alles sooo super-fantastisch an. Und heute wurde mir wieder mal richtig bewusst, dass wir 2 doofis die richtige entscheidung getroffen haben! :)

Ich freu mich imo grad so für uns, dass wir dass echt ernsthaft durchziehen, das is ein wahnsinns Gefühl!

Meld dich bald mal auf skypebasis!

Alles liebe nach südamerika,
hdl Bussi
Bernadette

Hallo Veronika!

Nun nochmals das gewünschte Apfelstrudelrezept: Man nehme 25 dag glattes Mehl, 25 dag Butter oder Margarine, 25 dag Topfen (auch Quark genannt), etwas Salz. Diese Zutaten zu einem Teig abkneten und – wenn möglich – rasten lassen. Dies kann ruhig über Nacht im Kühlschrank sein, kein Problem (oder vielleicht auch eine Zweite, auch dann ist der Teig noch verwendbar!). Sodann den Teig halbieren und jede Hälfte quadratisch mit dem Nudelwalker ca. 3 bis 5 mm dick ausrollen. Mit blättrig geschnittenen Äpfeln belegen, mit Zimt und Zucker bestreuen, eventuell in Rum eingeweichte Rosinen drüberstreuen – oder auch nicht in Rum eingeweicht – oder auch keine Rosinen (je nach Geschmack). Man könnte auch noch etwas geriebene Nüsse oder Mandeln darüber geben (zur Verbesserung!). Sodann den Strudel “zusammenschlagen” und bei ca. 190 bis 200 Grad Celsius im vorgeheizten Rohr backen bis eine schöne Bräunung entsteht. Wünsche gutes Gelingen und nicht zu vergessen einen guten Appetit.
So Du mein dicker Strudel nun zu Dir: Hab Dich dolle lieb, denk viel an Dich und wünsche Dir eine schöne Zeit.
Viele Bussis von Deiner Mama + Johannes + Tina

PS.: Aus der Menge kriegt mein zwei große Strudeln!
Freu mich schon auf den nächsten Eintrag!

Übrigens Martin war heute bei uns. Er sagte mir, dass ihr gestern gegen 23.00 Uhr unserer Zeit geskypt habt. Wenn Du mir in einer mail sagst, wann und welche Uhrzeit, so sind wir bereit. Morgen (5.9.) sind wir übern Tag per Internet nicht erreichbar!
Viele, viele dicke Bussal!

Danke Mama!

Konnte ja auch keiner ahnen, dass ich alle Kommentare, unabsichtlich versteht sich natuerlich, loeschen wuerde.

Hab dich lieb!

Hallo meine liebe Berna!

Freut mich, dass du dich meldest.
Hab heute meine zweite Dosis Spanischstunden Einzelunterricht hinter mir. Mein Lehrer heisst Gerardo.
Ein richtiger Ecuadorianer.
Ich sag dirs…. Heute war ich bei CENIT. Mit Ellie, einer englischen Volontaerin. Die Busse… Wahnsinn. Muss ich dir beim skypen mal berichten. Was tut sich in Nordamerika

bussis

PS habe Probleme mit der Tastatur ,wegen der Satzzeichen und habe gestern unabsichtlich alle meine Kommentare geloescht. Kacke… das waren schon so viele.

ggggg

Dankeschoen!!!!!

Lieb von dir, dass du schreibst!
Ich sags dir, das ist ein ganz anderes Leben hier.
Liebe Gruesse an deine Mama!!!

glg Veronika

Hola chica!!!

Ja, ich muss jetzt wirklich Fotos ins Internet stellen.\
Liebe Gruesse an alle zu Hause!!

hdgtl

hallo liebe veri..

das ist doch klar:)

du bist ja meine BESTE Freundin..das klingt ja wahnsinnig aufregend, was du schon so erlebst..

ich hoffe du denkst hin und wieder an mich:)

hast du dich schon etwas eingelebt?

bussi hdl

Hallo meine wunderbare Raffi!

Ja, mir gefaellt es bis jetzt ganz gut. Natuerlich ist es nicht einfach, was die Sprache angeht. Aber es wird sicher funken. Jeder hier versichert mir, dass ich in 9 Monaten super Spanisch sprechen werde. Ich hoffe es… Heute habe ich schon 1 1/2 Stunden gelernt. Am Montag habe ich wieder Stunden. Nachmittag gehe ich dann auf das Fussballspiel Ecuador-Kolumbien. Kann es selbst kaum fassen :-)

Wie gehts euch so? Was macht die Arbeit?

Glaubst du ernsthaft, ich koennte jemanden zu Hause vergessen, du wuerschtl!!!???

bussis

hei..

das klingt..wow..

uns gehts gut..danke:) Alles paletti..mom. noch..chef nervt..aber was solls..das ist das leben

na das hoffe ich doch sehr, dass du uns allesamt nicht vergisst:)

bussi hdl

Hallo liebe Raffi!

Oje…die bloeden chefs….
Morgen ist mein erster Tag bei CENIT. Und nachmittags habe ich wieder Spanischstunden. Hdl

Meld dich bald wieder!

Hey Veronika!!

Wie geht’s dir so? deine berichte hören sich echt super an! is sicher voll aufregend dort aber auch gewöhnungsbedürftig.. =)
hast dich schon halbwegs eingelebt??

schöne grüße aus wien auch von stefan.. :)
bis bald & bussi
Corina

Hallo meine liebe Corina!!

Danke fuer deine Nachricht und die lieben gruesse.
Ja, es geht schon. Natuerlich ist es gewoehnungsbeduerftig, aber ich mag es. Ja, ich mag es wirklich. Diese Stadt, ich weiss nicht, sie gefaellt mir mit all ihrem Smog und Menschen…

Melde dich mal wieder.

bussi

Hallo Veronika!

Anscheinend gehts dir recht gut und du erlebst gerade so ein richtiges abenteuer. bin schon auf fotos in deinem blog gespannt…

wir haben am sonntag jumo gehabt (leider ohne p. gottfried, weil der stressbedingten urlaub hat). hab bei der messe an dich gedacht. uns geht es eigentlich auch allen gut. wieviel zeitunterschied gibts eigentlich zwischen uns und euch?

Freu mich auf eine antwort!

nachdem ich ja bei der nön bin, hier ein paar news aus deinem heimatort: vorige woche ist der radlweg gmünd-hoheneich eröffnet worden. und gestern war der wallfahrtstag wo ich mir nach zwei seidln ein paar stückchen türkischen honig und kandierte erdnüsse eingschossn hab :-)

lg, hatschi

ps: übrigens, wie gehts dir so beim schreiben mit einer tastatur ohne öäü und ß ? ;-)

Hola chico!

Ja, das war wirklich ein Abenteuer gestern. Heute hatte ich dann endlich meinen richtigen Tag bei CENIT. Der Bus machte Gott sei Dank auch keine Probleme. Ich winkte einfach und rief dann: Para por El Recreo? – Haelt der Bus beim El Recreo? Und alles klappte wunderbar.

Das ist ja lieb, dass du an mich gedacht hast. Dankeschoen fuer die heimatlichen Infos. Leider ist das mit den Fotos nicht so leicht. Ich wollte schon am Sonntag 200 Fotos auf den Blog stellen, aber das Problem ist, dass man immer nur ein Foto hochladen kann.
Das dauert ewig. Naja…werds schon schaffen.

Was tut sich sonst bei dir so?

Hasta luego! :-)

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